Konfigurieren von Reisemodi

Ein Reisemodus stellt ein Transportmittel dar, z. B. "Auto" oder "zu Fuß". In ArcGIS definiert ein Reisemodus die physischen Eigenschaften eines Fahrzeugs oder Fußgängers. Diese Eigenschaften werden bei der Suche nach Wegbeschreibungen berücksichtigt, um zu bestimmen, wie das Fahrzeug oder der Fußgänger sich fortbewegt und wohin sie sich fortbewegen können. Die Ergebnisse sind benutzerdefinierte Wegbeschreibungen, Reisezeiten und Fahrzeiten, die für das Fahrzeug oder den Fußgänger optimiert und durch den Reisemodus definiert sind. Die folgenden beiden Abbildungen zeigen beispielsweise eine Route für einen Lkw mit einer Höhe von maximal 3,5 Meter (links) und eine andere Route für höhere Lkw (rechts).

Niedriger Lkw
Hoher Lkw

Reisemodi sind im Grunde Vorlagen, die eine ganze Reihe von Reiseeinstellungen beinhalten. Sich mit der Bedeutung der einzelnen Einstellungen vertraut zu machen, nimmt einige Zeit in Anspruch. Die genaue Konfiguration der Einstellungen erfordert Konzentration. Wenn Sie diesen Prozess sorgfältig durchlaufen und die Parameter in einem Reisemodus speichern, können Sie beim Einrichten einer Analyse Zeit sparen und Fehler vermeiden, insbesondere, wenn Sie dieselben Fahrzeuge und Fußgänger wiederholt modellieren.

Einige Wegbeschreibungs- und Routing-Funktionen in ArcGIS Online wie z. B. das Werkzeug Wegbeschreibung in Map Viewer lassen die Festlegung einzelner Reiseeinstellungen nicht zu. Sie erfordern einen einzelnen Reisemodus als Eingabe. Wenn Sie einen Reisemodus für jedes Ihrer Fahrzeuge bzw. jeden Ihrer Fahrzeugtypen konfigurieren, werden von diesen und anderen Werkzeugen in ArcGIS aussagekräftigere Ergebnisse zurückgegeben als bei deren Ausführung mit den Standardreisemodi.

Um einen Reisemodus zu erstellen, zu bearbeiten oder zu löschen, müssen Sie über Berechtigungen zum Verwalten der Utility-Service-Einstellungen der Organisation verfügen.

Konfigurieren der Reisemodi

Als Administrator Ihrer Organisation können Sie Reisemodi konfigurieren, um die Eigenschaften der von ArcGIS Online bereitgestellten Standardreisemodi zu ändern, neue Reisemodi hinzufügen, die die Workflows Ihrer Organisation besser widerspiegeln, oder Reisemodi entfernen, die nicht für die Workflows Ihrer Organisation geeignet sind.

  1. Überprüfen Sie, ob Sie bei der Organisation angemeldet sind.

    Ihr Konto muss Mitglied der Standardadministratorrolle oder einer benutzerdefinierten Rolle sein, der die Berechtigungen zum Verwalten der Utility-Services der Organisation zugewiesen sind.

  2. Klicken Sie im oberen Bereich der Seite auf Organisation und dann auf die Registerkarte Einstellungen.
  3. Klicken Sie am Rand der Seite auf Utility-Services.
  4. Klicken Sie auf Wegbeschreibungen und Routing.
  5. Um einen Reisemodus zu erstellen, klicken Sie auf Reisemodus erstellen, und geben Sie die folgenden Informationen an:
    1. Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung für den Reisemodus an.

      Der Name muss innerhalb der Gruppe der Reisemodi eindeutig sein und kann bis zu 30 Zeichen enthalten. Bei beiden Feldern wird die Groß-/Kleinschreibung nicht beachtet. Der Begriff Benutzerdefiniert kann nicht als Name für einen Reisemodus verwendet werden.

      Die Beschreibung kann bis zu 1.024 Zeichen umfassen.

    2. Wählen Sie einen Reisemodustyp im Dropdown-Menü Typ aus:Auto, Lkw, Gehen oder Andere.

      Der Typ kann von Apps verwendet werden, die Reisemodi herausfiltern und lediglich Reisemodi eines bestimmten Typs anzeigen.

    3. Wählen Sie im Dropdown-Menü Impedanz den Faktor aus, der als Barriere für den Verkehrsfluss fungieren soll: TravelTime, Minutes, TruckTravelTime, TruckMinutes, WalkTime, Miles oder Kilometers.

      Dies ist das Kostenattribut, das Sie während der Analyse minimieren möchten.

      • Der Impedanzfaktor TravelTime verwendet historische sowie Live-Verkehrsdaten und wird für die Modellierung der Zeit empfohlen, die Autos beim Fahren entlang von Straßen zu einer bestimmten Tageszeit benötigen. Hierfür werden Geschwindigkeitsdaten des Live-Verkehrs (sofern verfügbar) verwendet. Bei Verwendung des Impedanzfaktors TravelTime können Sie optional die Beschränkung TravelTime aktivieren und einen anderen Parameterwert festlegen, um die etwaige Maximalgeschwindigkeit für das Fahrzeug festzulegen.
      • Der Impedanzfaktor Minutes verwendet keine Live-Verkehrsdaten, sondern nutzt historische Durchschnittsgeschwindigkeiten für Kraftfahrzeuge.
      • Der Impedanzfaktor TruckTravelTime verwendet historische und Live-Verkehrsdaten. Dabei wird jedoch die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung für Lkw berücksichtigt. Dies wird zur Modellierung der Fahrzeiten von Lkw zu bestimmten Tageszeiten unter Berücksichtigung der Geschwindigkeitsdaten des Live-Verkehrs (sofern verfügbar) empfohlen. Bei Verwendung des Impedanzfaktors TruckTravelTime können Sie optional die Beschränkung TruckTravelTime aktivieren und einen anderen Parameterwert festlegen, um die etwaige Maximalgeschwindigkeit für den Lkw festzulegen.
      • Der Impedanzfaktor TruckMinutes verwendet keine Live-Verkehrsdaten, sondern die langsameren Werte der historischen Durchschnittsgeschwindigkeiten für Kraftfahrzeuge sowie die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen für Lkw.
      • Der Impedanzfaktor WalkTime ist auf allen Straßen und Wegen auf eine Geschwindigkeit von 5 km/h festgelegt. Sie können dies jedoch ändern, indem Sie die Beschränkung WalkTime aktivieren und einen anderen Parameterwert festlegen.
      • Für die Berechnung auf Grundlage der kürzesten Entfernung können Sie die Impedanzoptionen Miles oder Kilometers verwenden.

    4. Wählen Sie ein Zeitattribut aus.

      Wenn die in Schritt c festgelegte Impedanz zeitbasiert ist, wird das Zeitattribut auf denselben Wert wie das Impedanzattribut festgelegt.

    5. Wählen Sie ein Entfernungsattribut aus.

      Wenn die in Schritt c festgelegte Impedanz entfernungsbasiert ist, wird das Entfernungsattribut auf denselben Wert wie das Impedanzattribut festgelegt.

    6. Wählen Sie eine Wendenregeln aus.

      Zum besseren Verständnis der Parameterwerte sollten Sie berücksichtigen, dass ein Knoten ein Punkt ist, an dem sich nur zwei Straßen schneiden. Wenn sich drei oder mehr Straßen an einem Punkt schneiden, wird dies als Schnittpunkt bezeichnet. Eine Sackgasse ist nur von einem Ende zugänglich. Der Parameter kann die folgenden Werte aufweisen:

      ParameterwertBeschreibung
      Zulässig

      Wenden ist überall erlaubt. Wenden zuzulassen bedeutet, dass das Fahrzeug bei einem Knoten wenden und auf der gleichen Straße wieder zurückfahren kann.

      Zulässig
      Wenden sind an Knoten mit einer beliebigen Anzahl verbundener Kanten erlaubt.
      Nur bei Kreuzungen und Sackgassen zulässig

      Wenden sind an Knoten, an denen genau zwei angrenzende Straßen aufeinander treffen, nicht erlaubt.

      Nur bei Kreuzungen und Sackgassen zulässig
      Wenden sind nur bei Kreuzungen und Sackgassen zulässig.
      Nur bei Sackgassen zulässig

      Wenden sind an allen Knoten und Kreuzungen verboten und in Sackgassen erlaubt.

      Nur bei Sackgassen zulässig
      Wenden sind nur bei Sackgassen zulässig.
      Nicht zulässig

      Wenden sind an allen Knoten, Kreuzungen und Sackgassen verboten. Auch wenn dieser Parameterwert ausgewählt ist, kann weiterhin an Stopps einer Route gewendet werden.

    7. Legen Sie ein Vereinfachungstoleranz fest.

      Dadurch wird die Vereinfachung der von dem Service zurückgegebenen Geometrien konfiguriert. Bei der Vereinfachung werden kritische Punkte auf einer Route beibehalten, wie Übergänge an Kreuzungen, um das wesentliche Shape der Route zu definieren, und andere Punkte entfernt. Die angegebene Vereinfachungsentfernung stellt den maximal zulässigen Versatz dar, den die vereinfachte Linie von der ursprünglichen Linie abweichen kann. Durch die Vereinfachung einer Linie wird die Anzahl der Stützpunkte in der Geometrie reduziert. Dadurch wird die Gesamtantwortgröße reduziert und die Performance für die Darstellung der Ergebnisse in den Anwendungen verbessert.

    8. Geben Sie an, ob die Hierarchie verwendet werden soll, indem Sie das Kontrollkästchen Hierarchie verwenden aktivieren oder deaktivieren.

      Wenn die Hierarchie berücksichtigt wird, bevorzugt das Werkzeug übergeordnete Straßen (z. B. Autobahnen) gegenüber untergeordneten Straßen, darunter Landstraßen. Sie kann verwendet werden, um zu simulieren, dass ein Fahrer lieber auf Autobahnen statt Landstraßen fährt, selbst wenn die Fahrstrecke dann länger ist. Dies trifft besonders auf die Ermittlung von Routen für weit entfernte Ziele zu, da Fahrer lange Wegstrecken lieber auf Autobahnen zurücklegen, um Stopps, Kreuzungen oder Kurven zu vermeiden. Insbesondere bei langen Wegstrecken beschleunigt die Anwendung von Hierarchien den Rechenvorgang, da das Werkzeug die beste Route aus einer relativ kleinen Straßenzahl auswählen kann. Spielt die Hierarchie keine Rolle, erhält bei der Ermittlung der Route kein Straßentyp den Vorzug und es fließen alle Straßen in die Berechnung ein. Dies kann beim Suchen von kurzen Routen innerhalb einer Stadt verwendet, jedoch nicht für lange Routen eingestellt werden. Demzufolge werden die Services in Hierarchie zurückgesetzt, wenn die geradlinige Entfernung zwischen den Stopps größer ist als 50 Meilen (80,46 Kilometer). Dies trifft auch dann zu, wenn Sie angegeben haben, dass die Route ohne Verwendung einer Hierarchie gesucht werden soll.

    9. Legen Sie fest, welche Beschränkungsattribute während der Analyse verwendet werden soll.

      Aktivieren Sie dazu die Umschaltfläche für jeden Parameter, und wählen Sie die Beschränkungen aus, die für Ihren Reisemodus relevant sind. Um beispielsweise die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass eine Route über Privatstraßen führt, aktivieren Sie die Umschaltfläche für den Parameter Privatstraßen vermeiden, und wählen Sie die Einstellung Bevorzugt (hoch) aus.

      Tipp:

      Eine Beschreibung der Beschränkungen und Parameter, die Sie als Teil des Reisemodus festlegen können, finden Sie im Abschnitt Attribute und Parameter.

    10. Klicken Sie auf Speichern, um die Änderungen zu speichern.
  6. Um einen neuen Reisemodus auf Grundlage eines vorhandenen zu erstellen, klicken Sie auf die Schaltfläche Optionen Optionen in der Zeile des Reisemodus und anschließend auf Duplizieren.

    Daraufhin wird das Pop-up Reisemodus erstellen mit den Werten aus dem kopierten Reisemodus geöffnet.

  7. Geben Sie einen neuen Namen an, nehmen Sie weitere Änderungen vor, und klicken Sie auf Speichern, um Ihre Änderungen als neuen Reisemodus zu speichern.
  8. Um eine Ihrer vorhandenen Reisemodi zu bearbeiten, klicken Sie in der Zeile des Reisemodus auf die Schaltfläche Optionen Optionen und anschließend auf Bearbeiten. Ändern Sie die Einstellungen für den Modus und klicken Sie auf Speichern, um die Änderungen zu speichern.
  9. Um einen Ihrer vorhandenen Reisemodi zu löschen, klicken Sie auf die Schaltfläche Optionen Optionen in der Zeile des Reisemodus und anschließend auf Löschen.

    Es muss stets mindestens ein Reisemodus definiert sein.

  10. Klicken Sie auf Ja, löschen, um zu bestätigen, dass Sie den ausgewählten Reisemodus löschen möchten. Andernfalls klicken Sie auf Abbrechen.

Konfigurieren der Jogging-Zeit

Standardreisemodi werden zur Verfügung gestellt, um das typische Verhalten von Autos, Lkw und Fußgängern zu modellieren. Sie entsprechen möglicherweise nicht ganz Ihren Anforderungen, können jedoch angepasst werden. Ein Jogger muss möglicherweise eher modelliert werden als ein Fußgänger. Der Standardreisemodus Gehzeit stellt sicher, dass der Fußgänger auf Wegen und Straßen bleibt, die für Fußgänger zulässig sind, die Gehgeschwindigkeit ist für Ihre Anforderungen jedoch zu langsam.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um den Reisemodus zu bearbeiten:

  1. Überprüfen Sie, ob Sie bei der Organisation angemeldet sind.

    Ihr Konto muss Mitglied der Standardadministratorrolle oder einer benutzerdefinierten Rolle sein, der die Berechtigungen zum Verwalten der Utility-Services der Organisation zugewiesen sind.

  2. Greifen Sie auf die Seite Utility-Services zu.
  3. Duplizieren Sie den Standardreisemodus Gehzeit.
  4. Geben Sie Jogging-Zeit als Name des neuen Reisemodus ein, und bearbeiten Sie die Beschreibung.
  5. Erhöhen Sie den Parameter für Gehgeschwindigkeit auf die gewünschte durchschnittliche Jogging-Geschwindigkeit.
  6. Speichern Sie den Reisemodus.

Jedem Benutzer in Ihrer Organisation, der eine Analyse mit einem Werkzeug ausführt, das über eine Reisemoduseingabe verfügt, wird Jogging-Zeit als Option angezeigt.

Um die Option Jogging-Zeit mit der Option Gehzeit, die als Standardwert festgelegt wurde, zu vergleichen, führen Sie dieselbe Analyse zweimal aus, indem Sie nur den Reisemodus ändern. Das größere Polygon in der Grafik unten zeigt an, welche Strecke ein Fußgänger, der mit einer Geschwindigkeit von 10 km/h joggt, in fünf Minuten zurücklegen kann. Das kleinere Polygon zeigt an, welche Entfernung ein Fußgänger, der sich mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h fortbewegt, erreichen kann.

Joggen im Vergleich zu Gehen

Konfigurieren der Fahrzeit für Lkw mit Starrachse

Ein Kurierdienst verfügt über eine Flotte von Lkw mit einer Höhe von 3,5 Metern und starrer Tandem-Achse. Mit ArcGIS Online-Routing-Funktionen werden effiziente Routen für die Lkw-Flotte erstellt. Das Unternehmen verwendet Reisemodi, um sicherzustellen, dass seine Fahrzeuge nicht auf bestimmten Straßen geleitet werden, z. B. Straßen, auf denen Lkw mit Tandem-Achsen gesetzlich verboten sind oder die Überführungen aufweisen, deren maximale Durchfahrtshöhe niedriger ist als seine Lkw.

Um Ergebnisse wie diese zu erzielen, muss der Administrator einer Organisation die folgenden Maßnahmen ergreifen:

  1. Überprüfen Sie, ob Sie bei der Organisation angemeldet sind.

    Ihr Konto muss Mitglied der Standardadministratorrolle oder einer benutzerdefinierten Rolle sein, der die Berechtigungen zum Verwalten der Utility-Services der Organisation zugewiesen sind.

  2. Greifen Sie auf die Seite "Utility-Services" zu .
  3. Duplizieren Sie den Standardreisemodus Trucking Time.
  4. Geben Sie Straight Truck Time als Name des Reisemodus ein, und erstellen Sie eine Beschreibung.
  5. Konfigurieren Sie die anderen Parameter, um die Lkw mit Starrachse zu modellieren.

    Dies beinhaltet sicherzustellen, dass die Attribute Driving a Truck, Tandem Axle Vehicles Prohibited und Height Restriction angewendet werden und der Parameter für Fahrzeughöhe auf 3,5 Meter festgelegt wird.

In den beiden Abbildungen oben auf dieser Seite werden die Ergebnisse der Route eines Lkw mit einer Höhe von maximal 3,5 Metern und die eines höheren Lkw verglichen.

Reisemodusparameter

Die folgenden Parameter werden in einem Reisemodus konfiguriert:

  • Impedanz: Gibt das Kostenattribut an, für das die Analyse optimiert werden soll. Dadurch wird in der Regel die Reisezeit oder die Entfernung modelliert.
  • Zeitattribut: Gibt das zeitbasierte Kostenattribut für die Berichterstellung zu Richtungen an.
  • Entfernungsattribut:Gibt das entfernungsbasierte Kostenattribut für die Berichterstellung zu Richtungen und Festlegung entfernungsbasierter Kosten beim Lösen von Vehicle Routing Problems (VRP).
  • Wenden an Kreuzungen: Gibt an, wo Wendemanöver gestattet sind.
  • Vereinfachungstoleranz: Gibt an, wie die Ausgabe-Geometrie generalisiert werden soll.
  • Hierarchie verwenden: Gibt an, ob eine hierarchische Straßenklassifizierung für eine schnellere Analyse verwendet werden soll.
  • Beschränkungen: Gibt die Beschränkungsattribute an, die während der Analyse berücksichtigt werden sollen.
  • Parameterwerte: Werden verwendet, um bestimmte Fahrzeugeigenschaften zu identifizieren oder zu ermitteln, wie weich die einzelnen Beschränkungen sein sollen.

Standardreisemodi

Die folgenden Reisemodi sind verfügbar:

ModusBeschreibung

Fahrzeit (Driving Time)

Modelliert die Bewegung von Pkw und ähnlichen kleinen Automobilen, wie Pickups, und findet Lösungen zur Optimierung der Reisezeit. Der Reisemodus berücksichtigt Einbahnstraßen, die Vermeidung von unzulässigen Wendepunkten und weitere Regeln, die speziell für Autos gelten. Bei Angabe einer Startzeit werden dynamische, auf den Verkehrsbedingungen basierende Reisegeschwindigkeiten angesetzt, sofern diese Verkehrsdaten verfügbar sind.

Fahrstrecke (Driving Distance)

Modelliert die Bewegung von Pkw und ähnlichen kleinen Automobilen, wie Pickups, und findet Lösungen zur Optimierung der Reisestrecke. Der Reisemodus berücksichtigt Einbahnstraßen, die Vermeidung von unzulässigen Wendepunkten und weitere Regeln, die speziell für Autos gelten.

Reisezeit (Landstraßen) (Rural Driving Time)

Modelliert die Bewegung von Pkw und ähnlichen kleinen Automobilen, wie Pickups, und findet Lösungen zur Optimierung der Reisezeit. Der Reisemodus berücksichtigt Einbahnstraßen, die Vermeidung von unzulässigen Wendepunkten und weitere Regeln, die speziell für Autos gelten. Es werden jedoch keine nicht befestigten Straßen vermieden. Bei Angabe einer Startzeit werden dynamische, auf den Verkehrsbedingungen basierende Reisegeschwindigkeiten angesetzt, sofern verfügbar.

Fahrstrecke (Landstraßen) (Rural Driving Distance)

Modelliert die Bewegung von Pkw und ähnlichen kleinen Automobilen, wie Pickups, und findet Lösungen zur Optimierung der Reisestrecke. Der Reisemodus berücksichtigt Einbahnstraßen, die Vermeidung von unzulässigen Wendepunkten und weitere Regeln, die speziell für Autos gelten. Es werden jedoch keine nicht befestigten Straßen vermieden.

Lkw-Fahrzeit (Trucking Time)

Modelliert eine normale Lkw-Fahrt mit Bevorzugung ausgewiesener Lastwagenrouten und sucht Lösungen zur Optimierung der Fahrzeit. Routen müssen Einbahnstraßen berücksichtigen, unzulässige Wendepunkte vermeiden usw. Bei Angabe einer Startzeit werden dynamische, auf den Verkehrsbedingungen basierende Reisegeschwindigkeiten angesetzt, sofern verfügbar. Dabei werden die gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen für Lkw eingehalten.

Lkw-Fahrstrecke (Trucking Distance)

Modelliert eine normale Lkw-Fahrt mit Bevorzugung ausgewiesener Lastwagenrouten und sucht Lösungen zur Optimierung der Reisestrecke. Routen müssen Einbahnstraßen berücksichtigen, unzulässige Wendepunkte vermeiden usw.

Gehzeit (Walking Time)

Folgt Wegen und Straßen, an denen Fußgängerverkehr zulässig ist, und findet Lösungen zur Optimierung der Reisezeit. Die Gehgeschwindigkeit ist auf 5 Kilometer pro Stunde festgelegt.

Gehentfernung (Walking Distance)

Folgt Wegen und Straßen, an denen Fußgängerverkehr zulässig ist, und findet Lösungen zur Optimierung der Reisestrecke.

Attribute und Parameter

Einschränkungen sind Präferenzen oder Anforderungen eines Fahrers. In den meisten Fällen führen Einschränkungen dazu, dass Straßen unzulässig werden, sie können jedoch auch dazu führen, dass sie vermieden oder bevorzugt werden. Wird beispielsweise die Beschränkung Mautstraßen vermeiden verwendet, enthält die berechnete Route Mautstraßen nur dann, wenn das Befahren solcher Straßen zum Erreichen eines Stopps absolut notwendig ist. Wenn Sie den Parameter auf Verboten festlegen, werden Mautstraßen grundsätzlich nicht benutzt. Mit Höheneinschränkung können sämtliche Abstände unterhalb der Fahrzeughöhe vermieden werden. Wenn Sie korrosive Materialien mit dem Fahrzeug transportieren, wird mit der Einschränkung Gefahrgut verboten vermieden, dass diese Materialien auf Straßen transportiert werden, die für solche Transporte als unzulässig markiert sind.

Hinweis:

Manche Einschränkungen werden nicht in allen Ländern unterstützt; ihre Verfügbarkeit nach Regionen wird nachfolgend aufgelistet. Welche der in manchen Regionen oder Ländern nur begrenzt anwendbaren Beschränkungen in einem bestimmten Land gültig sind, können Sie in der Länderkarte einsehen. Dort sind die Länder aufgeführt, die von Netzwerkanalyseservices unterstützt werden. Wenn Sie Namen von Einschränkungen angeben, die in dem Land, in dem sich Ihre Ereignisse und Aufträge befinden, nicht verfügbar sind, werden die ungültigen Einschränkungen vom Service ignoriert.

Einschränkungen

Nachfolgend finden Sie eine Liste der verfügbaren Beschränkungen und Beschreibungen der Ergebnisse:

  • Gefahrgut verboten: Es werden Straße ausgeschlossen, in denen der Transport von jeglichen gefährlichen Materialien verboten ist.
  • Fahrgemeinschaftsstraßen vermeiden: Es werden Straßen vermieden, die ausschließlich für Fahrgemeinschaften (Sonderfahrspuren) konzipiert sind.
  • Hochgeschwindigkeitsspuren vermeiden: Es werden Straßen vermieden, die als Hochgeschwindigkeitsspuren ausgewiesen sind.
  • Fähren vermeiden: Es werden Fähren vermieden.
  • Tore vermeiden: Es werden Straßen vermieden, die aufgrund von Toren mit Schlüsselzugang oder beschrankter Einfahrten nicht frei zugänglich sind.
  • Fernverkehrsstraßen vermeiden: Es werden Fernverkehrsstraßen vermieden.
  • Privatstraßen vermeiden: Es werden Straßen vermieden, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.
  • Für Fußgänger nicht geeignete Straßen vermeiden: Es werden alle für Fußgänger ungeeigneten Straßen vermieden.
  • Treppen vermeiden: Es werden alle Treppen auf einer Route vermieden, die für Fußgänger geeignet ist.
  • Mautstraßen vermeiden: Es werden maut- und gebührenpflichtige Straßen vermieden.
  • Für Lkw eingeschränkte Straßen vermeiden: Es werden Straßen vermieden, die von Lkw nur zu Lieferzwecken genutzt werden dürfen.
  • Nicht befestigte Straßen vermeiden: Es werden Straßen vermieden, die nicht befestigt sind (z. B. Schmutz, Schotter)
  • Beschränkte Achsenzahl: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Lkw mit der angegebenen Achsenzahl nicht befahren werden dürfen. Die Anzahl der Achsen des Lkw kann mithilfe des Restriktionsparameters Achsenzahl angegeben werden.
  • Busse: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Bussen nicht befahren werden dürfen. Mit dieser Einschränkung wird auch sichergestellt, dass die Ergebnisse Einbahnstraßen berücksichtigen.
  • Taxis: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Taxis nicht befahren werden dürfen. Mit dieser Einschränkung wird auch sichergestellt, dass die Ergebnisse Einbahnstraßen berücksichtigen.
  • LKW: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Lkw nicht befahren werden dürfen. Mit dieser Einschränkung wird auch sichergestellt, dass die Ergebnisse Einbahnstraßen berücksichtigen.
  • Kraftfahrzeuge: Es werden Straßen ausgeschlossen, die nicht von Autos befahren werden dürfen. Mit dieser Einschränkung wird auch sichergestellt, dass die Ergebnisse Einbahnstraßen berücksichtigen.
  • Notfallfahrzeuge: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Notfallfahrzeugen nicht befahren werden dürfen. Mit dieser Einschränkung wird auch sichergestellt, dass die Ergebnisse Einbahnstraßen berücksichtigen.
  • Höhenbeschränkung: Es werden Straßen ausgeschlossen, in denen die Fahrzeughöhe die für die Straße maximal zulässige Höhe überschreitet. Die Fahrzeughöhe kann mithilfe des Restriktionsparameters Fahrzeughöhe (Meter) angegeben werden.
  • Sattelzapfen-Hinterachsen-Länge: Es werden Straßen für Lkw ausgeschlossen, deren Länge den für die Straße maximal zulässigen Abstand des Zugsattelzapfens zur Hinterachse überschreitet. Die Länge zwischen dem Sattelzapfen und der Hinterachse des Lkw kann mithilfe des Restriktionsparameters Sattelzapfen-Hinterachsen-Länge (Meter) angegeben werden.
  • Längenbeschränkung: Es werden Straßen ausgeschlossen, in denen die Fahrzeuglänge die für die Straße maximal zulässige Länge überschreitet. Die Fahrzeuglänge kann mithilfe des Restriktionsparameters Fahrzeuglänge (Meter) angegeben werden.
  • Für Fußgänger bevorzugt: Es werden Routen bevorzugt, die für die Fußgängernavigation geeignet sind.
  • Motorräder: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Motorrädern nicht befahren werden dürfen. Mit dieser Einschränkung wird auch sichergestellt, dass die Ergebnisse Einbahnstraßen berücksichtigen.
  • Im Bau befindliche Straßen unzulässig: Es werden Straßen ausgeschlossen, die sich im Bau befinden.
  • Zug oder Traktor mit einem oder mehreren Anhängern unzulässig: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Zugmaschinen oder Traktoren mit einem oder mehr Anhängern nicht befahren werden dürfen.
  • Einachs-Fahrzeuge unzulässig: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Fahrzeugen mit nur einer Achse nicht befahren werden dürfen.
  • Tandem-Achs-Fahrzeuge unzulässig: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von Fahrzeugen mit Tandemachsen nicht befahren werden dürfen.
  • Durchgangsverkehr unzulässig: Es werden Straßen ausgeschlossen, in denen (ortsfremder) Durchgangsverkehr verboten ist.
  • Einschränkung für LKW mit Anhänger: Es werden Straßen ausgeschlossen, die von LKW mit der angegebenen Anhängerzahl nicht befahren werden dürfen. Die Anzahl der LKW-Anhänger kann mithilfe des Restriktionsparameters LKW-Anhängerzahl angegeben werden.
  • Für Gefahrgut bevorzugte Routen nutzen: Es werden Straßen bevorzugt, die für den Transport von jeglichen gefährlichen Materialien ausgelegt sind.
  • Bevorzugte LKW-Routen nutzen: Es werden Straßen bevorzugt, die im Rahmen des nationalen Netzwerks gemäß dem in den USA geltenden National Surface Transportation Assistance Act als LKW-Routen ausgewiesen sind, oder Straßen, die vom Staat oder der Provinz als LKW-Routen ausgewiesen sind, oder auch Straßen, die von LKW in bestimmten Regionen bevorzugt befahren werden.
  • Gehen: Es werden Straßen ausgeschlossen, die für Fußgänger verboten sind.
  • Gewichtsbeschränkung: Es werden Straßen ausgeschlossen, in denen das Fahrzeuggewicht das für die Straße maximal zulässige Gewicht überschreitet. Das Fahrzeuggewicht kann mithilfe des Restriktionsparameters Fahrzeuggewicht (Kilogramm) angegeben werden.
  • Achsgewichtseinschränkung: Es werden Straßen ausgeschlossen, in denen das Achsgewicht des Fahrzeugs das für die Straße maximal zulässige Achsgewicht überschreitet. Das Achsgewicht des Fahrzeugs kann mithilfe des Restriktionsparameters Fahrzeugachsgewicht (Kilogramm) angegeben werden.
  • Breitenbeschränkung: Es werden Straßen ausgeschlossen, in denen die Fahrzeugbreite die für die Straße maximal zulässige Breite überschreitet. Die Fahrzeugbreite kann mithilfe des Restriktionsparameters Fahrzeugbreite (Meter) angegeben werden.

Parameter "Verwendung von Beschränkungen"

Parameter geben zusätzliche Werte an, die aufgrund bestimmter Einschränkungen erforderlich sind, beispielsweise das Gewicht eines Fahrzeugs, das Sie für die Gewichtseinschränkung angeben können. Außerdem können Sie mit dem Attributparameter angeben, ob aufgrund von Einschränkungen das Fahren auf Straßen, auf denen die Einschränkung gilt, unzulässig ist bzw. vermieden oder bevorzugt wird. Wenn aufgrund der Einschränkung Straßen vermieden oder bevorzugt werden sollen, können Sie den Grad der Vermeidung bzw. Bevorzugung mit diesem Parameter genauer angeben. Sie können beispielsweise auswählen, mautpflichtige Straßen grundsätzlich nicht zu verwenden, soweit als möglich zu meiden oder sehr zu bevorzugen.

Der Parameter "Verwendung von Beschränkungen" für eine Beschränkung kann einem der folgenden Werte zugewiesen werden:

  • Unzulässig: Fahren auf den Straßen, die in der Einschränkung genannt werden, ist vollkommen verboten.
  • Vermeiden (hoch): Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass die Straßen, die der Einschränkung zugeordnet sind, in die Route aufgenommen werden.
  • Vermeiden (mittel): Es ist unwahrscheinlich, dass die Straßen, die der Einschränkung zugeordnet sind, in die Route aufgenommen werden.
  • Vermeiden (niedrig) : Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Straßen, die der Einschränkung zugeordnet sind, in die Route aufgenommen werden.
  • Bevorzugt (niedrig): Es ist eher wahrscheinlich, dass die Straßen, die der Einschränkung zugeordnet sind, in die Route aufgenommen werden.
  • Bevorzugt (mittel): Es ist wahrscheinlich, dass die Straßen, die der Einschränkung zugeordnet sind, in die Route aufgenommen werden.
  • Bevorzugt (hoch): Es ist äußerst wahrscheinlich, dass die Straßen, die der Einschränkung zugeordnet sind, in die Route aufgenommen werden.

In den meisten Fällen können Sie für den Parameter "Verwendung von Beschränkungen" den Standardwert (Unzulässig) verwenden, wenn die Einschränkung von einer Fahrzeugeigenschaft, wie z. B. der Höhe, abhängig ist. In einigen Fällen hängt der Wert für den Parameter "Verwendung der Einschränkung" von den bevorzugten Verbindungen ab. Für die Einschränkung Mautstraßen vermeiden etwa ist der Standardwert für den Parameter "Verwendung von Einschränkungen" die Einstellung Vermeiden (mittel). Dies bedeutet, dass das Werkzeug bei Verwendung dieser Einschränkung versucht, Mautstraßen nach Möglichkeit zu meiden. Der Wert Vermeiden (mittel) des Parameters "Verwendung von Einschränkungen" weist außerdem darauf hin, wie wichtig es ist, Mautstraßen bei der Ermittlung der optimalen Route zu meiden. Dies hat eine mittlere Priorität. Der Wert Vermeiden (niedrig) des Parameters "Verwendung von Einschränkungen" misst der Vermeidung von Mautgebühren eine geringere Bedeutung bei, der Wert Vermeiden (hoch) hingegen misst dieser eine höhere Bedeutung bei, wodurch die Erstellung einer längeren Route zur Vermeidung von Mautstraßen für den Service akzeptabler wird. Durch Auswahl von Unzulässig wird der Verkehr von Mautstraßen unterbunden, wobei eine Route keinesfalls einen Teil einer Mautstraße enthalten kann. Beachten Sie, dass für einige Personen das Ziel darin besteht, Mautstraßen zu vermeiden bzw. zu verhindern und damit auch die Bezahlung von Mautgebühren zu vermeiden, und dass andere hingegen Mautstraßen bevorzugen, da sie der Vermeidung von hohem Verkehrsaufkommen mehr Bedeutung beimessen als der Vermeidung von Mautgebühren. Wenn Sie hohes Verkehrsaufkommen vermeiden möchten, wählen Sie Bevorzugt (niedrig), Bevorzugt (mittel) oder Bevorzugt (hoch) als Wert für den Parameter "Verwendung von Einschränkungen". Je höher die Prioritätseinstellung, desto fokussierter ist der Reisemodus auf das Fahren auf Straßen, die dieser Beschränkung zugeordnet sind.

Zurücksetzen von Reisemodi

Um die Reisemodi auf die Standardwerte zurückzusetzen, klicken Sie auf Auf Standardwerte zurücksetzen, oder löschen Sie den letzten Reisemodus. Dadurch werden alle für Ihre Organisation definierten Reisemodi gelöscht und die Standardreisemodi aufgelistet. Sie können die Reisemodi nun neu konfigurieren.

Sprache der Reisemodi

In der Regel bestimmt sich die Sprache, in der die Informationen zum Reisemodus in ArcGIS Online angezeigt werden, aus der Sprache, die in den Benutzereinstellungen eines Organisationsmitglieds angegeben sind. Wenn ein Organisationsmitglied z. B. die Sprache auf Französisch festlegt, werden bei Verwendung der Wegbeschreibungs- und Routing-Funktionen die Informationen zum Reisemodus auf Französisch angezeigt.

Wenn ein Organisationsadministrator Reisemodi in der Organisation ändert oder erstellt, werden die Reisemodi für alle Organisationsmitglieder in der derzeitigen Sprache des Administrators angezeigt. Die Spracheinstellungen der einzelnen Benutzer werden dabei außer Kraft gesetzt. Wenn die Sprache beim Konfigurieren von Reisemodi beispielsweise auf Englisch festgelegt ist, werden die neu konfigurierten Reisemodi für alle Mitglieder auf Englisch angezeigt, unabhängig von den jeweiligen Benutzereinstellungen.

Wenn Sie die Sprache der Reisemodi nach der Konfiguration für die Organisation ändern möchten – z. B. um die Sprache wieder in Französisch zu ändern –, müssen Sie die Sprache in Ihren Benutzereinstellungen aktualisieren und die Reisemodi auf die Standardwerte zurücksetzen. Anschließend können Sie die Reisemodi mit der neuen Spracheinstellung erneut konfigurieren.