Verwenden der kachelbasierten Verarbeitung

In ArcGIS Drone2Map lassen sich True-Orthos, digitale Oberflächenmodelle und Punktwoklen als Kacheln generieren und zusammenführen. Anhand dieser Kacheln können Sie dann statt des ganzen Produkts einzelne Teile der Bilddaten erneut verarbeiten. Dies spart Zeit und ermöglicht Ihnen, iterativ Korrekturen an den Ausgaben vorzunehmen, um ein ideales Produkt zu erhalten. Wenn Sie die Verarbeitungsoption "Kacheln löschen" deaktivieren und ein Korrektur-Feature oder eine Gewässermaske über ein vorhandenes Produkt zeichnen, übermittelt Drone2Map automatisch nur die Kacheln, die diese Features enthalten, um sie erneut zu verarbeiten. Dadurch wird der Zeitaufwand zum Generieren eines neuen Bildes und zum Optimieren von Features innerhalb des Projektbereichs wesentlich verringert.

Zum Anwenden des Workflows für die kachelbasierte Verarbeitung gibt es zwei Methoden: zusammengeführte und nicht zusammengeführte Kacheln. Bei Verwendung zusammengeführter Kacheln werden die Kacheln erneut verarbeitet und das Produkt wird überschrieben, sodass es nur eine einzige Ausgabedatei gibt. Außerdem wird so weniger Speicherplatz benötigt. Bei Verwendung nicht zusammengeführter Kacheln werden die einzelnen Kacheln in einen Projektordner ausgegeben, und Sie können erkennen, welche spezifischen Kacheln aktualisiert wurden. In beiden Fällen werden die Sicherungen der ursprünglichen Produkte im Projektordner gespeichert.

Verarbeiten zusammengeführter Kacheln

Standardmäßig sind bei True-Orthos und DSM-Produkten die Verarbeitungsoptionen zum Zusammenführen und Löschen von Kacheln aktiviert. Kacheln werden als Zwischendaten generiert und gelöscht, sobald sie zu einem einzigen Raster zusammengeführt wurden. Dabei wird das ursprüngliche Produkt überschrieben, und es werden Vorverarbeitungsfunktionen angewendet. Wenn der Interessenbereich sich jedoch nur unter Schwierigkeiten rekonstruieren lässt und es keine Speicherplatzprobleme gibt, können Sie die Option "Kacheln löschen" deaktivieren und dennoch die Option "Kacheln zusammenführen" verwenden.

DSM und 3D-Punktwolken können als zusammengeführte Kacheln verarbeitet werden. Dazu müssen Sie das LAS-Format auswählen und die Verarbeitungsoption "LAS-Kacheln zusammenführen" aktivieren.

Stellen Sie die Features dar, und verarbeiten Sie iterativ, um kachelbasierte Korrekturen vorzunehmen.

  1. Verwenden Sie auf der Registerkarte Startseite die Schaltfläche Optionen in der Gruppe Verarbeitung, um das Fenster Optionen zu öffnen.
  2. Navigieren Sie abhängig vom Produkt zur Registerkarte 2D-Produkte oder 3D-Produkte.
  3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben dem Produkt, um die Verarbeitung dafür zu aktivieren.

    Aktivieren Sie bei Verarbeitung einer Punktwolke auch die Optionen LAS und LAS-Kacheln zusammenführen.

  4. Klicken Sie auf Übernehmen und dann auf OK.
  5. Verwenden Sie Schaltfläche Start auf der Registerkarte Startseite, um die Verarbeitung zu starten.
  6. Klicken Sie nach Abschluss der Verarbeitung auf das Dropdown-Menü Gewässermaske oder Korrektur-Feature auf der Registerkarte Startseite.

    Hinweis:
    Wenn Sie ein Korrektur-Feature verwenden, definieren Sie zuerst den richtigen Geometrietyp. Siehe: Korrektur-Feature

  7. Wählen Sie die Option Gewässer erstellen oder Korrektur-Feature erstellen aus.

    Im daraufhin erscheinenden Bereich Features erstellen wird automatisch eine Editiersitzung gestartet, bei der die Polygon-Vorlage zum Zeichnen aktiviert ist.

  8. Zeichnen Sie ein neues Feature über alle Bereiche, die geändert werden müssen.
  9. Klicken Sie im Kartenfenster in der Werkzeugleiste für die Bearbeitung auf die Schaltfläche Fertig stellen.
  10. Schließen Sie den Bereich Features erstellen.
  11. Klicken Sie auf Start, um die Kacheln mit Ihren dargestellten Features erneut zu verarbeiten.

    Überprüfen Sie nach Abschluss der Verarbeitung das Ergebnis. Möglicherweise müssen Sie die Vorverarbeitungs-Layer deaktivieren, um die Änderungen sehen zu können. Bei jeder nachfolgenden Ausführung des Workflows wird eine Sicherung des zuvor verarbeiteten Produkts erstellt.

Verarbeiten nicht zusammengeführter Kacheln

Sie können True-Orthos und DSM-Produkte so konfigurieren, dass sie ohne die Option Kacheln zusammenführen erstellt werden. In diesem Fall werden alle Bilddaten als einzelne Kacheln erstellt, die als .tiff-Dateien gespeichert werden und eine virtuelle Raster-Datei (.vrt) verwenden, um sie zu referenzieren und zu mosaikieren. In .vrt-Dateien sind alle Parameter des Raster-Datasets in XML enthalten. Sie können damit mehrere Raster, die von einer einzigen Datei referenziert werden, gemeinsam mosaikieren. Dadurch wird die Größe der Zwischendaten reduziert und die Verarbeitungskomplexität vereinfacht. Über diese Kacheln lassen sich Korrektur- oder Gewässer-Features zeichnen, und sie können erneut verarbeitet werden.

Punktwolkenprodukte können als einzelne LAS-Kacheln generiert werden, indem die Option für das LAS-Format aktiviert wird.

Wählen Sie die Kacheln für die Verarbeitung nicht zusammengeführter Kacheln aus.

  1. Verwenden Sie auf der Registerkarte Startseite die Schaltfläche Optionen in der Gruppe Verarbeitung, um das Fenster Optionen zu öffnen.
  2. Navigieren Sie zur Registerkarte 2D-Produkte oder 3D-Produkte.
  3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben dem Produkt, um die Verarbeitung dafür zu aktivieren.
  4. Wenn Sie ein True-Ortho oder ein digitales Oberflächenmodell verarbeiten, deaktivieren Sie die Kontrollkästchen Kacheln zusammenführen und Kacheln löschen unter dem Produkt. Bei Verarbeitung einer Punktwolke können Sie auch die Formatoption LAS unter dem Produkt aktivieren.
  5. Klicken Sie auf Übernehmen und dann auf OK.
  6. Verwenden Sie Schaltfläche Start auf der Registerkarte Startseite, um die Verarbeitung zu starten.

    Stellen Sie sicher, dass Sie das Produkt vor der Verarbeitung im Bereich "Verwalten" aktiviert haben.

    2D-Produkte werden der Gruppe "Bilddatenprodukte" im Bereich Inhalt hinzugefügt. Dabei handelt es sich um eine .vrt-Datei, die auf die Kacheln im Produktordner verweist. 3D-Produkte werden der Gruppe "3D-Produkte" im Bereich Inhalt hinzugefügt und als verschiedene LAS-Kachel-Footprints auf der Karte angezeigt.

  7. Klicken Sie nach Abschluss der Verarbeitung auf das Dropdown-Menü Gewässermaske oder Korrektur-Feature auf der Registerkarte Startseite.

    Hinweis:
    Wenn Sie ein Korrektur-Feature verwenden, definieren Sie zuerst den richtigen Geometrietyp. Siehe: Korrektur-Feature

  8. Wählen Sie die Option Gewässer erstellen oder Korrektur-Feature erstellen aus.

    Im daraufhin erscheinenden Bereich Features erstellen wird automatisch eine Editiersitzung gestartet, bei der die Polygon-Vorlage zum Zeichnen aktiviert ist.

  9. Zeichnen Sie ein neues Feature über alle Bereiche, die geändert werden müssen.
  10. Klicken Sie im Kartenfenster in der Werkzeugleiste für die Bearbeitung auf die Schaltfläche Fertig stellen.
  11. Schließen Sie den Bereich Features erstellen.
  12. Prüfen Sie das Produkt im Bereich Verwalten.
  13. Klicken Sie auf Start, um die Kacheln mit Ihren dargestellten Features erneut zu verarbeiten.

    Überprüfen Sie nach Abschluss der Verarbeitung das Ergebnis. Eventuell müssen Sie die Vorverarbeitungs-Layer deaktivieren oder die Kartenvorschau aktualisieren, um die Änderungen zu sehen.

  14. Vergewissern Sie sich, dass die neue Kachel erstellt wurde.

    Die Kacheln können im Bereich Katalog im Ordner mit den Produkten angezeigt werden (z. B. Projektordner > Ergebnisse > True_Ortho). Bei den .tiff- oder .las-Dateien handelt es sich um die einzelnen Kacheln. Wenn Sie mit der Maus auf sie zeigen, wird ein Pop-up mit den Details angezeigt. Die zuletzt geänderten Kacheln sind diejenigen, die erneut verarbeitet wurden. Sie können ihre Details auch im Microsoft File Explorer anzeigen.