Verwenden der Raster-Analysewerkzeuge

Hinweis:

Diese Funktionalität wird derzeit nur in Map Viewer Classic unterstützt. Sie wird in einer zukünftigen Version von Map Viewer verfügbar sein.

Nachfolgend finden Sie Informationen zu Zugriff und Verwendung der Raster-Analysewerkzeuge.

Lizenzierung

Der Administrator Ihrer Organisation muss Ihnen bestimmte Berechtigungen zuweisen, damit Sie eine Analyse durchführen können. Um die Raster-Analysewerkzeuge verwenden zu können, benötigen Sie die folgenden Berechtigungen:

  • Inhalt erstellen, aktualisieren und löschen
  • Gehostete Bilddaten-Layer veröffentlichen
  • Bilddatenanalyse

Diese Berechtigungen sind mit der Benutzertyp-Erweiterung ArcGIS Image for ArcGIS Online verfügbar; diese ist kompatibel mit dem Benutzertyp Creator oder GIS Professional und der Rolle "Publisher", "Facilitator" oder "Administrator" (bzw. mit einer benutzerdefinierten Rolle, die die oben aufgeführten Berechtigungen aufweist). Wenn Ihnen diese Berechtigungen nicht zugewiesen sind, wird die Option Raster-Analyse wie unten beschrieben nicht angezeigt.

Einige Raster-Analysewerkzeuge erfordern zudem die Berechtigung Gehostete Feature-Layer veröffentlichen, welche automatisch aktiviert wird, sobald Sie die Berechtigung Bilddatenanalyse aktivieren.

Zugreifen auf die Werkzeuge

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um in Map Viewer Classic auf Raster-Analysewerkzeuge zuzugreifen und sie zu verwenden:

  1. Öffnen Sie eine Webkarte mit den Bilddaten-Layern, die Sie in Map Viewer Classic analysieren möchten.
  2. Klicken Sie in der Menüleiste der Karte auf die Schaltfläche Analyse Schaltfläche "Analyse".
  3. Klicken Sie im Bereich Analyse durchführen auf Raster-Analyse.

Hinweis:

Wenn die Werkzeuge der Raster-Analyse im Bereich Analyse in Map Viewer Classic nicht angezeigt werden, wurde Ihnen möglicherweise keine Lizenz für ArcGIS Image for ArcGIS Online zugewiesen oder in Ihrer Organisation wurde nicht mindestens ein gehosteter Feature-Layer veröffentlicht. Sie können erst auf die Raster-Analysewerkzeuge zugreifen, nachdem ein gehosteter Feature-Layer veröffentlicht wurde.

Erkunden des Bereichs "Raster-Analyse"

Der Bereich Raster-Analyse ist unten dargestellt. Dieses Fenster umfasst eine Reihe von Kategorien, und jede Kategorie umfasst Werkzeuge. Um die Werkzeuge einer Kategorie anzuzeigen, klicken Sie links neben der jeweiligen Kategorie auf die Schaltfläche zum Ein- oder Ausblenden.

Raster-Analysekategorien und -werkzeuge

Öffnen des Editors für Raster-Funktionen

Öffnen Sie das Fenster Raster-Funktions-Editor. Weitere Details finden Sie unter Raster-Funktions-Editor.

Öffnen Sie das Fenster "Vorlagen für Raster-Funktionen und benutzerdefinierte Web-Werkzeuge durchsuchen".

Öffnen Sie das Fenster Vorlagen für Raster-Funktionen und benutzerdefinierte Web-Werkzeuge durchsuchen. Weitere Details finden Sie unter Raster-Funktionen.

Das Dialogfeld Analyseumgebungen öffnen

Öffnen Sie das Dialogfeld Analyseumgebungen.

Zurückkehren zum Bereich "Analyse durchführen"

Rufen Sie erneut den Bereich Analyse durchführen auf.

Anzeigen der Hilfe für das Werkzeug oder die Kategorie

Zeigt die Hilfe zur Kategorie an.

Kategorie zum Anzeigen der enthaltenen Werkzeuge einblenden

Erweitert die Kategorie, um die darin enthaltenen Werkzeuge anzuzeigen.

Verwenden der Analyseumgebungen

Über die Schaltfläche Analyseumgebungen Analyseumgebungen können Sie auf die Verarbeitungsumgebungen für Raster- und Bilddaten zugreifen, die für alle Raster-Analysewerkzeuge angewendet werden. Wenn Sie das Fenster Analyseumgebungen über den Bereich "Raster-Analyse" öffnen, können Sie die Einstellungen für das Ausgabekoordinatensystem, die Verarbeitungsausdehnung, das Fang-Raster, die Zellengröße und die Maske ändern.

AnalyseumgebungBeschreibung
Ausgabe-Koordinatensystem

Legt das Koordinatensystem des Bilddaten-Layers fest.

Die folgenden Optionen sind möglich:

  • Gleich wie Eingabe: Das Ergebnis der Analyse wird im selben Koordinatensystem ausgegeben wie die Eingabe. Dies ist die Standardeinstellung.
  • Wie angegeben: Das Ergebnis der Analyse befindet sich im ausgewählten Koordinatensystem. Wenn diese Option aktiviert ist, können Sie über die Globus-Schaltfläche Koordinatensystem auswählen eine Auswahl aus einer Liste bekannter Koordinatensysteme treffen oder die Raumbezugs-WKID in das entsprechende Feld eingeben.
  • Layer <Name>: Das Ergebnis der Analyse befindet sich im selben Koordinatensystem wie ein vorhandener Layer, den Sie in Ihrer Webkarte auswählen.

Ausdehnung

Legt die Ausdehnung oder Grenze fest, die während der Ausführung der Analyse verwendet wird. Alle Pixel und Zellen, die sich vollständig in der angegebenen Ausdehnung befinden oder diese schneiden, werden bei der Analyse berücksichtigt.

Die folgenden Optionen sind möglich:

  • Standard: Die Ausdehnung für die Analyse wird vom Werkzeug bereitgestellt.
  • Wie angegeben: Die Ausdehnung wird durch die von Ihnen bereitgestellten Koordinaten definiert.
  • Layer <Name>: Die zum Verarbeiten der Analyse verwendete Ausdehnung ist mit der räumlichen Ausdehnung eines vorhandenen Layers identisch, den Sie in Ihrer Webkarte auswählen.

Fang-Raster

Passt die Ausdehnung des Ausgabe-Raster-Layers an, sodass er mit der Zellenausrichtung des angegebenen Fang-Raster-Layers identisch ist.

Zellengröße

Legt bei der Durchführung der Raster-Analyse die Zellengröße oder Auflösung fest, die zum Erstellen des Ausgabe-Raster-Layers verwendet wird. Die Standard-Ausgabeauflösung wird anhand der größten Zellengröße des Eingabe-Raster-Layers bestimmt.

Die folgenden Optionen sind möglich:

  • Minimum der Eingabedaten: Verwendet die kleinste Zellengröße aller Eingabe-Layer.
  • Maximum der Eingabedaten: Verwendet die größte Zellengröße aller Eingabe-Layer. Dies ist die Standardeinstellung.
  • Wie angegeben: Geben Sie einen numerischen Wert ein, um die Zellengröße festzulegen. Der Standardwert bei dieser Option lautet 1.
  • Layer <Name>: Die Zellengröße des gewählten Raster-Layers wird festgelegt.

Maske

Legt einen Layer fest, mit dem der Interessenbereich für die Analyse definiert wird. Nur die Zellen, die innerhalb der Analysemaske liegen, werden bei der Analyse berücksichtigt.

  • Die Maske kann ein Raster oder ein Feature-Layer sein.
  • Wenn die Analysemaske ein Raster ist, werden alle Zellen, die einen Wert haben, bei der Definition der Maske berücksichtigt. Zellen in einem Masken-Raster, die NoData sind, liegen außerhalb der Maske und werden zu NoData-Werten im Analyseergebnis-Layer.
  • Wenn die Analysemaske ein Feature-Layer ist, wird sie bei der Ausführung intern in ein Raster konvertiert. Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass Zellengröße und Fang-Raster entsprechend für die Analyse eingestellt sind.

Wenn Sie das Fenster Analyseumgebungen über den Bereich eines Raster-Analysewerkzeugs öffnen, werden Ihnen möglicherweise zusätzliche Analyseumgebungen angezeigt. Einige Raster-Analysewerkzeuge berücksichtigen mehrere der in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Analyseumgebungen. Da nicht alle Werkzeuge alle Umgebungen berücksichtigen, erfolgt der Zugriff auf die Umgebungen über die einzelnen Werkzeuge und nicht über den Bereich Raster-Analyse.

AnalyseumgebungBeschreibung
Resampling-Methode

Gibt an, wie die Pixelwerte bei der Transformation Ihres Raster-Datasets interpoliert werden sollen. Diese Umgebung wird verwendet, wenn eine oder alle der folgenden Situationen auftreten: die Ein- und Ausgabe stimmen nicht überein, die Pixelgröße ändert sich oder die Daten werden verschoben.

Die folgenden Optionen sind möglich:

  • Nächster Nachbar: Wird vorwiegend für diskontinuierliche Daten verwendet, beispielsweise zur Klassifizierung der Landnutzung, da keine neuen Pixelwerte erstellt werden. Diese Methode eignet sich ebenfalls für kontinuierliche Daten, wenn Sie die ursprünglichen Reflexionswerte in den Bilddaten beibehalten möchten, um eine genaue multispektrale Analyse durchzuführen. Hinsichtlich der Verarbeitungszeit ist dies die effizienteste Methode, jedoch können dabei kleine Positionsfehler in das Ausgabebild eingebaut werden. Das Ausgabebild kann einen Versatz von bis zu einem halben Pixel aufweisen, wodurch das Bild u. U. Unstetigkeiten und Zacken aufweist.
  • Bilineare Interpolation: Diese Methode eignet sich am besten für kontinuierliche Daten. Sie führt eine bilineare Interpolation durch und der neue Wert einer Zelle wird anhand eines gewichteten Entfernungsdurchschnitts der vier nächstgelegenen Eingabezellmittelpunkte bestimmt. Es wird ein Ausgabebild erstellt, das glatter aussieht als das Ergebnis von "Nächster Nachbar", jedoch werden dabei die Reflexionswerte geändert. Dies führt zu Weichzeichnung oder einer geringeren Bildauflösung.
  • Kubische Faltung: Eignet sich für kontinuierliche Daten. Diese Methode führt eine kubische Faltung durch und der neue Wert einer Zelle wird durch Führung einer geglätteten Kurve durch die sechzehn nächstgelegenen Eingabezellmittelpunkte bestimmt. Das Ergebnis ist geometrisch weniger verzerrt als das Ergebnis-Raster von Nächster Nachbar und gleichzeitig schärfer als das Raster von Bilineare Interpolation. In einigen Fällen können die Ausgabepixelwerte außerhalb des Bereichs der Eingabezellenwerte liegen. Wenn dies nicht gewünscht ist, wählen Sie stattdessen die Methode Bilineare Interpolation. Die Verarbeitung von Kubische Faltung ist rechenintensiv und nimmt entsprechend viel Zeit in Anspruch.

Prozessortyp

Gibt an, ob die Analyse über die CPU oder die GPU ausgeführt werden soll. Wenn die Umgebung Prozessortyp leer ist, verwendet das Werkzeug die CPU zum Verarbeiten der Daten.

Die folgenden Optionen sind möglich:

  • CPU: Für die Verarbeitung wird die CPU verwendet. Die CPU-Verarbeitung kann auf mehreren Kernen und Instanzen parallel laufen. Dies wird vom Faktor für parallele Verarbeitung bestimmt.
  • GPU: Für die Verarbeitung wird die GPU verwendet. GPUs eignen sich hervorragend für die Grafik- und Bildverarbeitung, da ihre hochgradig parallele Struktur dafür sorgt, dass große Datenblöcke effizient repetitiv verarbeitet werden. Die Raster-Analysewerkzeuge, die diese Umgebung berücksichtigen, können deren Auftrag auf die GPU-Instanzen mehrerer Raster-Analyse-Servercomputer verteilen. Dies wird vom Faktor für parallele Verarbeitung bestimmt.

Recycling-Intervall bei der Worker-Verarbeitung

Hiermit wird angegeben, wie viele Bildabschnitte verarbeitet werden, bevor Worker-Prozesse neu gestartet werden, um potenzielle Fehler in Prozessen mit langer Ausführungsdauer zu vermeiden. Der Standardwert ist 0.

Faktor für parallele Verarbeitung

Gibt die Anzahl der Service-Instanzen für die Raster-Verarbeitung an, die für die Datenverarbeitung verwendet werden können.

Wenn das Werkzeug den Prozessortyp nicht berücksichtigt oder die Umgebung Prozessortyp auf CPU festgelegt ist, steuert die Umgebung Faktor für parallele Verarbeitung die (CPU-)Instanzen des Service "Raster-Verarbeitung". Ist der Prozessortyp auf GPU festgelegt, steuert die Umgebung Faktor für parallele Verarbeitung die Anzahl der GPU-Instanzen für die Raster-Verarbeitung.

Durch Festlegen der Option Faktor für parallele Verarbeitung können Sie die Anzahl der parallelen Worker anfordern, die der Image-Server für Raster-Analysen zum Verarbeiten eines Raster-Analyse-Tasks verwendet. Wenn die Gesamtzahl der parallelen Prozesse die maximale Anzahl der (CPU- oder GPU-)Service-Instanzen für die Raster-Verarbeitung jedoch überschreitet, werden die zusätzlichen parallelen Prozesse in eine Warteschlange gestellt.

Wenn der Faktor für parallele Verarbeitung nicht angegeben ist, was der Standardeinstellung entspricht, verwendet das Werkzeug 80 Prozent der maximalen Anzahl von Service-Instanzen für die Raster-Verarbeitung. Als paralleler Verarbeitungsfaktor kann ein ganze Zahl oder ein Prozentsatz angegeben werden.

Anzahl der Wiederholungen bei Fehlern

Legt fest, wie viele erneute Versuche vom selben Worker-Prozess durchgeführt werden, wenn bei der Verarbeitung eines bestimmten Auftrags ein zufälliger Fehler auftritt. Der Standardwert ist 0.

Arbeiten mit einem Werkzeugbereich

Klicken Sie zum Öffnen eines Raster-Analysewerkzeugbereichs auf die Schaltfläche für das Werkzeug. Dadurch wird der Eingabebereich des Werkzeugs geöffnet (wie hier am Beispiel des Werkzeugs "Vegetation überwachen" dargestellt).

Bereich "Vegetation überwachen"

Das Dialogfeld Analyseumgebungen öffnen

Öffnen Sie das Dialogfeld Analyseumgebungen.

Schließen des Werkzeugbereichs, ohne die Analyse auszuführen

Schließen Sie den Werkzeugbereich, ohne die Analyse auszuführen, und kehren Sie zum Bereich Raster-Analyse durchführen zurück.

Hilfe zu einem Parameter abrufen

Rufen Sie die Hilfe zu einem Parameter auf.

Das Ergebnis der durchgeführten Analyse wird mit diesem Namen unter "Inhalte" gespeichert

Das Ergebnis der durchgeführten Analyse wird mit diesem Namen unter Inhalte gespeichert.

Sie können einen Ordner in "Inhalte" angeben, in dem das Ergebnis gespeichert werden soll

Sie können einen Ordner in Inhalte angeben, in dem das Ergebnis gespeichert werden soll.

Die Anzahl der beim Ausführen der Analyse verbrauchten Credits anzeigen

Zeigt an, wie viele Credits beim Ausführen der Analyse verbraucht werden.

Bei Aktivierung werden nur die in der aktuellen Karte sichtbaren Daten analysiert

Wenn diese Option aktiviert ist, werden nur die in der aktuellen Karte sichtbaren Daten analysiert.

Hinweis:

Sie können vor der Ausführung eines Analysewerkzeugs in ArcGIS Online die erwartete Anzahl an verbrauchten Credits anzeigen lassen. Wenn die Credit-Budgetierung durch Ihre Organisation aktiviert wurde und die erwartete Anzahl der Credits die Anzahl der Ihnen zugewiesenen Credits übersteigt, wird in ArcGIS Online eine Fehlermeldung angezeigt. Weitere Informationen zur Credit-Zuweisung und zum Credit-Verbrauch finden Sie unter Credits.

Jedes Werkzeug verfügt über einen anderen Parametersatz. Sie können immer die Hilfe für einen Parameter anzeigen, indem Sie auf die Hilfeschaltfläche neben dem Parameter klicken (siehe Abbildung oben). Alle Werkzeuge weisen den Parameter Ergebnis-Layer-Name auf, in dem die Ergebnisse der Analyse gespeichert werden. Sie können diesen Namen ändern oder den Standardwert verwenden.

Aktuelle Kartenausdehnung verwenden

Es empfiehlt sich, stets Aktuelle Kartenausdehnung verwenden zu aktivieren und auf den Bereich zu vergrößern, der analysiert werden soll. Dadurch werden die Menge der Bilddaten- oder Raster-Pixel, die bei der Analyse durch das Werkzeug berücksichtigt werden, und die Anzahl der durch das Werkzeug verbrauchten Credits reduziert. Wenn Sie die Option Aktuelle Kartenausdehnung verwenden deaktivieren, wird potenziell der gesamte Eingabe-Bilddaten-Layer analysiert, und die vom Werkzeug verbrauchten Credits basieren auf der Größe der Bilddaten und der Komplexität der Analyse.

Hinweis:

Der Parameter Aktuelle Kartenausdehnung verwenden wird deaktiviert, wenn die Umgebung Verarbeitungsausdehnung festgelegt wird. Durch die Aktivierung von Aktuelle Kartenausdehnung verwenden wird die Verarbeitungsausdehnung überschrieben.